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Butterfly's Symphony

Ich sehne mich nach Freiheit, will fliehen aus dem Gefängnis, das mich umgibt.

Will meine bunten Schwingen heben, bis mein Herz zum Himmel fliegt.

Durch hohe Lüfte will ich gleiten.

Wälder, Flüsse, ferne Weiten.

Wie der Wind überm Wasser will ich sein.

Durch meinen Atem an deinem Ohr allein.

 

Der Wind er trägt mich, mit seinen Schwingen,

mich, die es schaffte, den Käfig zu bezwingen.

Zu lange ruhte ich in seidener Hülle,

doch spreize ich nun meine Schmetterlingsflügel in wahrhaftiger Fülle.

Denn dein Herz will ich kitzeln, mit meinem Flügellein.

Die kleine Welt verändern,

durch Worte ganz allein.

 

 

Ich denke, es ist Zeit sich zu verabschieden. Es ist so viel passiert, in dem letzten Jahr. Innerhalb von einem Jahr hat sich mein Leben von Grund auf verändert. Zumindest ein bisschen. Als ich am gestrigen Tag meine Finger über die ausgeblichenen Tasten meines Klaviers huschen ließ und eines der Lieder spielte, welches sich besonders in meinen verstand geschlichen hatte, wurde mir erst richtig klar, was alles passiert ist.

Vor fast genau einem Jahr hatte ich mit meiner besten Freundin und einer Freundin aus meiner Klasse unten am Fluss gesessen – der so ziemlich schönsten Stelle, die ich hier in der Nähe kenne. Nur wir drei. Ich hatte noch gut 15 Kilo mehr auf den Knochen und wusste, dass nun mein neues Leben beginnen würde. Neue Schule. Gezwungenermaßen neue Freunde. Total aufgemotzt, mit Schminke und Haarspray, neuen Anziehsachen, kam ich dann an die Schule und wurde erst mal weggebasht von all den Leuten. Da waren einmal die kleinen G8er die meinten mal rumlaufen zu müssen wie 12jährige, die großen, gebräunten  und gut aussehenden Kerle aus der 13, ein Haufen langhaariges Volk und ein paar Leute, die buntere Haare hatten, als ich Farben kannte.

Was mich extrem veränderte, war wohl die Entscheidung der Musicalgruppe beizutreten. Verrücktere Leute hätte ich mir wohl kaum aussuchen können. Und ehe ich’s mich versah, jagte ich jedem Kerl hinterher, der mir auch nur einmal hallo sagte, wurde fast magersüchtig, aß tagelang nichts und verliebte mich letzten Endes in einen Schwulen, der aus mir eine noch oberflächlichere Tusse machte, als ich ohnehin schon geworden war.

We’re living in a powder keg and giving up sparks…

Und so verknallt, wie ich in diesen Kerl war, ließ ich es mir natürlich nicht entgehen ihn auch mal zu küssen, uh? Ich brauchte einen Kusspartner für eine Musicalscene. Mein „Partner“ war nicht da, so sprang er ein. Das war der 16te November. Und irgendwie war’s kein wirklich guter Kuss. Sondern mehr ein stumpfsinniges Lippenaufeinander pressen. Ich wollte es dennoch wieder tun und bekam dann prompt, irgendwann mal eine Absage an de Kopf geknallt. Ich fühlte mich scheiße. Das war ebenfalls im November und als ich dann heulend mitten in der Pausenhalle saß, meinte doch echt, dass sich dieser Blondschopf neben mich setzen musste.

Er war auch in unserer Musicalgruppe. Ich hatte mich hin und wieder am Anfang des Schuljahres mit ihm unterhalten. Son Kerl mit Mantel, blonden Haaren und nem seltsamen Bart. Er hatte so einen komischen Fetisch alle Menschen durchkitzeln zu müssen und daher eine Vorliebe für mich, die ich doch so extrem kitzelig war. Jedenfalls bemerkte er, dass ich am rumheulen war, fragte mich, was los sei. Und auf einmal fiel meine Maske ab. Ich war einfach müde uind hatte kein Bock mehr und der Penner meinte echt mich in den Arm nehmen zu müssen. Jedenfalls… sprachen wir dann noch öfters miteinander und begannen sogar im ICQ zu schreiben. Ich sandte ihm sogar einen Weihnachtsmann bei einer komischen Aktion in unserer Schule. Genauso wie zwei wunderbaren Mädchen. Die eine, immer mit einem offenen Ohr, die andere mit immer guten Ratschlägen für einen da. Kaum jedoch, dass 2010 vorbei war, brachte ich es fertig noch einen schwulen Kumpel von mir zu knutschen. Angetrunken auf dem Weihnachtsmarkt, wo der Blondschopf auch mit dabei war. Er betitelte mich als unmöglich und schlimm. Und vor allem kaum ich selbst.

Er meinte doch ehrlich, dass da Welten zwischen dem Mädchen, mit dem er schreiben würde und dem Ding in der Schule liegen würden. Schwachsinn.

Last Christmas I gave you my heart but the very next day you gave it away…

Jedenfalls gingen wir dann mal ins Kino. Hinterher kam er noch mit zu mir. Das war das erste Mal, an dem er mich in den Arm nimm. Mir erzählte, wie glücklich er wäre, mich im Arm halten zu dürfen. Ich fing an, ihn echt zu mögen. Er öffnete mir die Augen. Und aus dem Mädchen, das nur noch Make-Up und Kerle im Sinn hatte, wurde allmählich wieder die Alte. Doch diesmal begann sie die Welt nicht mehr mit den Augen eines Mädchens zu sehen, die noch immer glaubte, Robert Pattinson würde sie eines Tages heiraten, sondern mit den Augen einer Jungen Frau, die allmählich erkannte, was da schief ging, da draußen. Denn man konnte diesem Freak lassen, was man wollte. Ich konnte mich einfach wundervoll mit ihm unterhalten. Wir diskutierten, stundenlang. Über Gott, die Welt, Politik und Final Fantasy. Oh ja, er war ein Zocker. Er war mir echt sympathisch geworden. Irgendwie entfremdete ich mich von der Welt der Schönen und Dämlichen. Es war so viel passiert. So viel. Das ganze Jahr, die Orchesterfahrt mit Elly und Thomas. Komischer Jump. Egal. Zurück zu unserem Blondschopf.

Er machte mir dann doch ein bisschen Angst. Immer öfter hatte ich das Gefühl, er würde da mehr in mir sehen, als nur eine Freundin. Und njoh. Wir hatten da mal Diskussion, dass er mir wünschte, mal einen richtigen ersten Kuss zu bekommen. Der eben nicht auf der Bühne stattfinden würde, sondern eben ein richtiger Kuss war, mit sanften Lippen, dem Streicheln einer Zunge.

Stimmlein, Stimmlein singt für mich …

Irgendwie meinte er dann auch, dass er derjenige sein müsste, der das dann in die Hand nimmt. Er küsste mich. Er entschuldigte sich. Ich sagte, es sei schon okay. Und zitterte. Und stellte ihn zur Rede. Als er dann behauptete, er würde mich nur ausnutzen, tat ich, was jede Frau tun musste. Und nein, ich schmetterte ihm nicht meinen High heel in die Eier. Besser. Ich klatschte ihm eine. Mitten aufm Schulhof. Und ich genoss es. …

Eine Woche später war ich dann diejenige, die ihn küsste.

Amadeus, Amadeus! …

Nach wirklich ewigen Hin und her (größtenteils sogar auf diesem Blog nachzulesen) hatte ich dann meinen ersten Freund. Der Umschwung war einfach nur … Extrem. Von dem Mädchen, dass nur heiße Kerle ins Visier nahm, die Modeltauglich waren zu einem Freak, dem erneut scheiß egal war, was andere dachten und die sich verliebt hatte, um ausnahmsweise mal glücklich zu werden. Seit dem schien die Zeit nur noch im Fluge zu vergehen. Ich machte so viele neue Erfahrungen. Vor allem in meiner Beziehung. Es dauerte seine Zeit, bis ich endlich das endgültige Vertrauen finden konnte, aber ich habe es keine Sekunde bereut.

I’m going under, but I still feel you…

Zudem wurde ein weiterer großer Traum von mir Wirklichkeit. Ich wurde Mitglied in einer Rockband. Und ich wechselte meine Geigenlehrerin. Außerdem fand ich endlich meine Motivation wieder, was meine Instrumente anbelangte. Seit dem her übe ich sogar wieder richtig, richtig gerne.

Caress the one the hiding amaranth in a land of the daybreak…

Ich machte meine ersten Erfahrungen, in noch ganz anderen Regionen dieser Welt und musste mich neben all dem noch auf meine Klausuren konzentrieren. Ich erinnere mich nur zu gut an den 11.5.11, wo ich am darauf folgenden Tag noch eine Physikklausur zu schreiben hatte. Aua. Im Juni war dann Musicalzeit angesagt. Daneben noch die Pille, die mich zu einem gestörten Monster werden ließ, der Schlafmangel, Streitereien mit einer meiner neuen, besten Freunden, die zudem auch die beste Freundin meines festen Freundes war, hach herrje, wie ich dieses Mädchen liebe… Nach mehreren Nervenzusammenbrüchen war dann jedoch das Schuljahr geschafft. Es ging so schnell rum. All meine Ansichten, wie ich die Welt, die Umwelt, die Menschen sehe. All das hat sich so krass verändert und trotzdem bin ich doch irgendwo noch die Selbe. Und nun, nun habe ich Geburtstag. Und fiebere auf das nächste Jahr hin. Ich hoffe, dass ich das nächste Jahr auch mit dir verbringen darf, mein Liebster. Mit vielen weiteren Briefen.

Ich wurde an einer super geilen englischen Schule angenommen. Also wieder neue Schule, diesmal neues Land. Neues Leben. Ausland! Wuhey. Doch ich bin stolz. Ich weiß, dass ich mich entwickelt habe. Ich sehe mich. Mal klar, mal durch einen zerbrochenen Spiegel und auch mal wie durch ein Glas Milch. Natürlich habe ich nun tausend Dinge vergessen. Klar. Aber ich wollte nur mal ein wenig hier nieder fassen. Ich… mag mein Leben irgendwie. Es ist schön, es ist traumhaft, es ist lebendig. Ich bin froh, über die Zeit, die ich mit jedem von euch verbringen durfte. Ich bin froh über jeden Sonnenstrahl und über jeden Regenbogen, der sich über das Land legt.

Ich bin froh, noch ein weiteres Jahr hier bleiben zu dürfen.

Das war nun mein letzter Blogeintrag. Ich werde einen neuen anlegen. Für all jene, die Interesse haben, werde ich den neuen Link natürlich auch hinein stellen. Ich danke euch! Jedem einzelnen von euch. Und nun bin ich müde. Und habe keine Ahnung mehr, was ich noch schreiben soll. Also.. bis die Tage.

Ich hab euch lieb!

 

Und manch einen, ja in manch einen habe ich mich auch unendlich verliebt.

 

Take me to the magic of the moment 
On a glory night 
Where the children of tomorrow dream away 
In the wind of change 

5.7.11 00:12


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